Wie lebe ich nachhaltig mit Karriere und Kindern?

9 Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil für Eltern

Es scheint manchmal unmöglich, als Eltern, die voll berufstätig sind, auch noch auf einen nachhaltigen Lebensstil zu achten und etwas fürs Klima zu tun. Doch ist es wirklich so schwierig, auch wenn die Zeit knapp ist? Wir haben für euch 9 Tipps für mehr Nachhaltigkeit und positive Beiträge fürs Klima, die einfach umsetzbar sind:


1. Wochenmenüplan erstellen und bewusst einkaufen

Am Abend nach der Arbeit auf dem Heimweg in aller Eile noch einkaufen. Alles was einen aus den Regalen anlacht in den Einkaufswagen legen, schliesslich ist man hungrig und schnell gehen muss es auch. Diese Situation kommt vermutlich vielen Müttern und Vätern, die eine Karriere verfolgen, bekannt vor. Nach ein paar Tagen zeigt der Blick in den Kühlschrank: die mittlerweile schrumpligen Frühlingszwiebeln vegetieren immer noch im Gemüsefach vor sich hin und der Blauschimmelkäse macht seinem Namen alle Ehre. Mit dem Einkauf in passender Menge können viele Lebensmittel vor dem Abfall gerettet werden. Ein Menüplan für die ganze Woche bewirkt, dass bewusst eingekauft wird. Und falls einige Lebensmittel doch länger im Kühlschrank liegen bleiben sollten, gibt es schlaue Apps, die mit den eingegebenen Zutaten ein passendes Rezept ausspucken.

mehr dazu:

Gute Küche

EATSMARTER

Rapunzel

Restogourmet


2. Eigener Behälter mitnehmen für Take Away

Essen zum Mitnehmen vom Take Away ist eine zeitsparende Möglichkeit, um nach der Arbeit den Kindern leckeres und schnelles Abendessen auf den Tisch zu zaubern. Vor einigen Jahren, hätte diese Variante durch den Verpackungsmüll, eine nicht nachhaltige Lösung fürs Klima dargestellt. Seit eigene Behälter bei den Take Aways erlaubt sind, ist das Essen to go durchaus eine zeitsparende und nachhaltige Alternative fürs Abendessen nach einem langen Arbeitstag.


3. Eigene Einkaufstüte immer dabeihaben

Auf dem Heimweg von der Arbeit noch schnell einkaufen gehen und merken, dass man die Einkaufstüte vergessen hat. Wer kennt es nicht? Beschämend nimmt man sich an der Kasse ein Plastiksäckchen für 5 Rappen und hofft, dass es niemand gesehen hat. Die Lösung: immer einen kleinen zusammenfaltbaren Beutel aus Stoff dabeihaben. Dieser eignet sich überdies auch gut, um die nassen Kleider des Kindes aus der Kita nach Hause zu transportieren.


4. Kleidung für die Kids tauschen oder mieten

Kinder wachsen schnell aus ihren Kleidungsstücken heraus. Kinderbekleidung ist schnell neu gekauft. Doch wenn man dabei auf die Nachhaltigkeit achten möchte, um dabei einen sinnvollen Beitrag fürs Klima zu leisten, wird es schon schwieriger. Lohnt es sich überhaupt, neue Kleidungsstücke zu kaufen, wenn sie innert kurzer Zeit wieder zu klein sind? Heute gibt es zum Glück zahlreiche Möglichkeiten, schöne, bereits getragene Kinderkleidung zu erwerben. Von der Kinderkleidertauschbörse über Online-Flohmärkte bis zu einem Anbieter, die Boxen mit Kinderbekleidung über einen bestimmten Zeitraum vermieten, ist alles vorhanden. Zu kleine Kinderkleidung wird somit weiterverwendet und muss nicht in unzähligen Boxen in den Kellerregalen getürmt werden.

mehr dazu:

WalkInCloset

KleiderKorb

Mamalicious

TheBabyBox

Oioioibaby


5. Essen vor dem Foodwaste retten

Foodwaste ist in der Schweiz leider stark verbreitet. Viele Gastrobetriebe oder Nahrungsmittelläden dürfen aufgrund der hohen Hygiene-Standards Nahrungsmittel nicht über das Ablaufdatum hinaus verwenden oder verkaufen. So landen leider immer noch gut geniessbare Nahrungsmittel im Müll. Mit Plattformen wie too good to go wird Mehrwert aus übrigem Essen geschaffen, indem Restaurants, Bäckereien und sonstige Nahrungsmittelanbieter ihr überschüssiges Essen in einer Art Wundertüte den Kunden anbieten. Beim Bestellen eines solchen Angebots kann man einerseits Geld sparen, da die Nahrungsmittel zu einem geringen Preis verkauft werden, andererseits erwartet einen eine geschmackliche Überraschung mit der «Essens-Wundertüte» und man tut erst noch etwas Gutes gegen den Foodwaste. Auch die Äss-Bar gilt als Pionierin auf dem Gebiet der Anti-Foodwaste Bewegung der Schweiz und hat sich zur Aufgabe gemacht, Brot und Backwaren vom Vortag zu verkaufen. Mittlerweile sind sie mit 11 Standorten in der Schweiz vertreten. Ausprobieren lohnt sich.

mehr dazu:

TooGoodTooGo

Äss-Bar


6. Regional und saisonal Produkte direkt vom Bauern

Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag lautet die allgemeine Empfehlung für Kinder und Erwachsene, die sich gesund ernähren wollen. In den Regalen der Supermärkte lacht einen eine bunte Auswahl an Obst und Gemüse an. Doch vieles davon wird in riesigen Gewächshäuser mit übermässigem Wasserverbrauch produziert und landet nach langen Transportwegen in unseren Supermärkten. Wer diese negativen Beiträge für die Nachhaltigkeit oder fürs Klima nicht unterstützen will, kauft saisonal und regional ein. Am besten direkt beim nächsten Bauernhof. Dadurch werden lokale Bauern und Produzenten unterstützt. Gleichzeitig kann das auch ein Erlebnis für Kinder sein, wenn sie auf dem Bauernhof noch Tiere anschauen oder streicheln dürfen. Wenn die Zeit doch zu knapp ist, gibt es auch online Bestellservices für frische Produkte.

mehr dazu:

Märtbox

Farmy


7. Kinderflohmärkte besuchen

Das Kind findet seine Spielzeuge langweilig und wünscht sich dem neuen Alter entsprechende Spielmöglichkeiten. Als arbeitende Eltern kommt man schnell in Versuchung, Spielzeuge online zu bestellen. Ehe man sich versieht, ist das Kinderzimmer rappelvoll mit neuen Spielsachen. Die alten Spielzeuge haben keinen Platz im Keller, weil dort unten ja bereits die Boxen mit Kinderbekleidung lagern. Kinderflohmärkte bieten die Möglichkeit, nicht mehr viel genutzte Spielsachen zu verkaufen. Alles, womit mehrere Monate nicht gespielt wurde, wird am Flohmarkt verkauft.


8. Abenteuerliche Ferien in der Nähe

Wer träumt nicht davon: Ferien mit Kleinkindern am Meer. Seit der Covid-19 Krise ist dieser Traum jedoch in die Ferne gerückt. Flugreisen sind nur noch sehr eingeschränkt möglich. Dabei darf nicht vergessen werden, dass sie sowieso einen schlechten Einfluss aufs Klima und unsere Ökobilanz haben. Kinder sind zweifellos kleine Weltentdecker, aber für sie muss es nicht der weisse Karibikstrand sein, damit sie zufrieden sind. Ferien auf dem Bauernhof, eine Kanalfahrt mit dem Hausboot, spektakuläre Wanderungen in den Bergen, eine mehrtägige Fahrradtour oder abenteuerliche Nächte im Zelt auf dem Campingplatz sind für sie ein riesiges Erlebnis, von denen sie noch lange erzählen werden. Und alle Abenteuer lassen sich ganz in der Nähe verwirklichen.

mehr dazu:

Bauernhof Ferien


9. Weniger dafür qualitativ hochwertigere Sachen kaufen

Unser letzter Tipp appelliert an den Minimalismus. Verschiedene Studien zeigen, dass der Mensch nicht über unzählige materielle Dinge verfügen muss, um glücklich zu sein. Minimalistisch zu Leben mit wenigen Konsumgütern bedeutet auch ein Stück Freiheit und Leichtigkeit. Eltern die viel Zeit bei der Arbeit verbringen, Wert auf Nachhaltigkeit legen und einen positiven Beitrag fürs Klima leisten wollen legen wir ans Herz, lieber wenige, dafür ausgewählte und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel oder Kleidungsstücke zu konsumieren.


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